Open Directory Project at dmoz.org



Kleine Dorfgeschichte

Links des Maines, etwa 4 km südlich von Hassfurt, liegt in einem engen Tal das ca. 400 Einwohner zählende Dorf HAINERT, das seit dem 01. Januar 1976 Gemeindeteil der Einheitsgemeinde Knetzgau ist.

Hainert ist ein typisches Reihen- oder Straßendorf. Als erster Grundherr Hainerts wird in einigen Unterlagen um 1198 ein an sich völlig unbekannter Adeliger, Freiherr Joan von Wolnberg genannt.

Dieser übergab im Jahre 1234 sein Lehen und Besitz Houwenhart (heute Hainert) mit allen Einnahmen und Rechten der neu gestifteten Frauen-Abtei, dem Kloster Cistercienser-Ordens zu Marpurghausen (heute Mariaburghausen).

Hainert hat sich anfangs rasch entwickelt, um 1274 wurde es bereits als Dorf erwähnt. Im 14. und 15. Jahrhundert erhielt Hainert wesentliche Zuteilungen aus den um Hainert durch Seuchen und Kriege eingegangenen Siedlungen "Bernhausen", "Kalmansdorf", "Krottenthal" und "Speyerbaum".

Nach der Eingliederung Hainerts in die Pfarrei Westheim (1679) wurde ein Friedhof um das Gotteshaus angelegt. Die heute auf dem Dorfplatz stehende Geißelsäule stand inmitten der Gräber. Weben zu großer Bodenfeuchtigkeit verlegt man den Friedhof etwa vor 180 Jahren von der Kirche weg an den Westausgang des Dorfes, wo er sich heute noch befindet.

Nach der Säkularisation (1803 - 1806) wurde Hainert ein freies, selbstständiges Dorf und erhielt die ehemaligen Klosterfelder zurück. Der Gutshof Mariaburghausen ward ab diesem Zeitpunkt mit seiner Gemarkung der Gemeinde Hainert gemeindlich zugeteilt und von dort kommunal betreut, was bemerkenswerte Steuereinnahmen erbrachte.

Im "Dritten Reich" nützen die Bauern die Auflösung des Gutes "von Seckendorf" in Wonfurt zum Landkauf und zur Errichtung von sogenannten "Erbhöfen".

Im Jahre 1957 zählte Hainert neben 12 Arbeitshäuschen, darunter ein kleiner Lebensmittelladen, 49 Bauernhöfe. Es galt um diese Zeit noch als reines Bauerndorf, da nur wenige Landwirte zusätzlich einer Arbeit nachgingen. In den Nachkriegsjahren pendelte die Einwohnerzahl zwischen 340 und 360 Personen.

Mit Wirkung vom 01. Januar 1976 wurde Hainert zwangsläufig "freiwillig" in die somit knapp über 5.000 Einwohner zählende Einheitsgemeinde Knetzgau eingegliedert.

Im Jahre 1979 zählte der Gemeindeteil Hainert etwa 80 Hausnummern. Nurmehr wenige Bauern lebten noch ausschließlich von der Landwirtschaft. Die Ausweisung des Siedlungsgeländes im Norden der Ortschaft, ließ eine allmähliche Zunahme der Siedlungstätigkeit erwarten.

Zu Beginn des Jahres 1993 zählte der Gemeindeteil Hainert schon über 100 Hausnummern mit über 400 Einwohnern. Anfang 1993 lebten nur noch 7 Bauern allein von der Landwirtschaft.

Als zusätzliche, kulturell bedeutende Maßnahme fand im Rahmen der Flurbereinigung (1980) mit Zustimmung und Unterstützung der Gemeinde Knetzgau eine Dorferneuerung statt. Bemerkenswerte Maßnahmen waren u.a. die Erneuerung der J.v.Wolnberg-Straße und des Dorfplatzes, die Renovierung des ehemaligen Schulgebäudes und die Sanierung des Dorfsees.

Am 16. und 17. Juli 1993 fand nach Abschluß der Dorferneuerung ein großangelegtes Dorffest statt.



Wer hierzu noch etwas beitragen kann (Fotos, Geschichten ...),
bitte eine email an info@hainert.de !!


Routenplaner Ihr Weg nach Hainert